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“Vielfalt lieben - Toleranz leben”

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Wir bieten im Rahmen des Programms „Vielfalt lieben – Toleranz leben“ Workshops für Toleranz und Demokratie an sächsischen Schulen überwiegend im ländlichen Raum an. Die Veranstaltungen sind  kostenlos und werden in enger Absprache thematisch, zeitlich und inhaltlich an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule angepasst.

Zeitraum: Januar - Dezember 2017
Übersichtsflyer (PDF)

Informationen und Anmeldung:
Telefon: 0341 / 995 444 0
Fax: 0341 / 995 444 1
E-Mail: info [at] dg-bildungswerksachsen.org

TERMINE 2017:
n.a.

Mögliche Workshop-Themen:

Rechte Jugendkultur – Rechte Symbolik, Codes, Musik und Rhetorik
Workshopdauer: drei Zeitstunden; für alle Schultypen geeignet, ab Klassenstufe 7,
25 - 30 Teilnehmer/innen

Die Symbole rechtsextremer Gruppierungen, ihre Codes und Erkennungszeichen sind oftmals nur für Eingeweihte zu erkennen. Seit Jahren schon verwischen die Grenzen zwischen rechtsextrem orientierter Jugendkultur und Mainstreamkultur zusehends. Jugendliche kommen so sehr leicht mit rechtsextremen Inhalten in Kontakt, was ihre Anwerbung für die rechtsextreme Szene vereinfacht. Insbesondere Kleidung und Musik sind für junge Menschen ein Ausdruck der Abgrenzung von der Erwachsenenwelt und spielen eine zentrale Rolle. Dabei ist die Verwendung bestimmter Marken und Codes bewusst ambivalent, die Zugehörigkeit zur rechten Szene kann oft nicht durch ein bestimmtes Merkmal festgestellt werden, sondern ergibt sich aus dem Gesamtkontext. Der Workshop soll Jugendlichen einen umfassenden Überblick über rechte Jugendkultur und ihre unterschiedlichen Ausprägungen geben, er soll ihnen die Fähigkeit verleihen, rechte Anwerbestrategien zu durchschauen und sich kritisch mit den Inhalten auseinanderzusetzen, die sich hinter den Symbolen verstecken. Auf diese Weise wird couragiertes Handeln gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gefördert sowie das demokratische Bewusstsein der Schüler gestärkt.


Aussteiger aus der rechten Szene berichten
Workshopdauer: drei Zeitstunden, für alle Schultypen geeignet, ab Klassenstufe 9

Zahlreiche politische Bildungsangebote werden von Jugendlichen als zu trocken und zu abstrakt angesehen und erreichen somit nur einen Teil der Adressaten. Ganz anders sieht es aus, wenn authentische Persönlichkeiten von eigenen Erfahrungen berichten. Menschen, die in rechtsextremen Organisationen in Leitungspositionen aktiv waren und dieser Szene den Rücken gekehrt haben, stehen stellvertretend für Zivilcourage und für eine bewusste Rückkehr in die demokratische Gesellschaft. Sie können auch in besonderem Maße über Anwerbestrategien, Strukturen und über verdeckte Codes der Rechtsextremen Auskunft geben, da sie über wichtiges Insiderwissen verfügen. In Kooperation mit dem Verein Projekt 21 II aus Dresden bietet das Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e.V. Gespräche mit diesen Aussteigern an. Der Verein ist seit vielen Jahren aktiv und hat in dieser Zeit sehr vielen Menschen geholfen, die rechtsextreme Szene zu verlassen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine Diskussion mit einem Aussteiger gerade Jugendlichen in besonders gefährdeten Regionen die Augen öffnen kann und ihnen hilft, immun gegen rechtsextreme Anwerbung zu werden. Dieses Workshopangebot richtet sich vor allem an Förder-, Berufs-, Ober- sowie an Realschulen und ist dem Leistungsniveau dieser Schüler angepasst.


Jugend und Demokratie
Workshopdauer: drei Zeitstunden; ab Klassenstufe 8
25- 30 Teilnehmer/innen

Jungen Menschen wird häufig vorgeworfen, sie interessierten sich nicht für Tagespolitik und nähmen an politischen Prozessen nicht aktiv teil. Und tatsächlich gibt es Hinweise, die für diese These sprechen, nicht zuletzt die Ergebnisse zahlreicher Studien. Partizipation an demokratischen Abläufen ist jedoch nicht angeboren, sondern die Bürger müssen bestimmte Kernkompetenzen regelrecht erlernen. Dies gilt insbesondere für Jugendliche, befinden sie sich doch erst am Anfang ihrer Entwicklung zum aufgeklärten Staatsbürger. Sie müssen sich inhaltliche Kompetenzen aneignen, um politische Fragestellungen richtig einzuordnen, sowie die Fähigkeit erlernen, eigene Interessen zu definieren und zu verfolgen. Nur so können sie tatsächlich an demokratischen Prozessen partizipieren und ihren Platz in einer aktiven Bürgergesellschaft finden. Das Erlernen dieser Kompetenzen kann auf verschiedenen Wegen geschehen, es kann im eigenen Stadtteil ansetzen, in der Bildungspolitik oder bei globalen Fragen wie dem Klimaschutz. Wichtig ist, dass sich Angebote der politischen Bildung stets am Lebensumfeld und am Erfahrungshorizont der Jugendlichen orientieren. Der Workshop „Jugend und Demokratie“ zeigt Schülern, welche vielfältigen Möglichkeiten ihnen offenstehen, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.


Ausgegrenzt und abgestempelt – Vorurteile im Schulalltag
Workshopdauer: drei Zeitstunden, ab Klassenstufe 6
max. 20 Teilnehmer/innen

Es gibt sie in jeder Klasse: die Ausgegrenzten und Gehänselten. Sie kommen aus anderen Kulturen, tragen nicht die angesagten Markenschuhe oder sind einfach nicht so kommunikativ wie andere Schüler. Als Strafe werden sie von den übrigen Schülern gemieden, gehänselt oder erfahren Gewalt. Häufig wird Ausgrenzung bewusst oder unbewusst dazu genutzt, die eigene Gruppe nach innen zu festigen und das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Was im Schulalltag im Kleinen geschieht, vollzieht sich in der Gesellschaft im Großen. Ganze Bevölkerungsgruppen werden gemieden, für Missstände verantwortlich gemacht, oder gar Opfer von Gewalt, weil sie in ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrem Lebensstil von der „Normalität“ abweichen. Im Workshop „Ausgegrenzt und Abgestempelt“ werden gängige Vorurteile unter die Lupe genommen und hinterfragt. Die Schüler sollen lernen, sich kritisch mit Vorurteilen auseinanderzusetzen, Ausgrenzung im Alltag zu erkennen und Vielfalt als Bereicherung zu verstehen. So sollen Vorurteile abgebaut und couragiertes Handeln gefördert werden. Der Workshop richtet sich in erster Linie an Förder-, Berufs-, Ober-, und Realschulen und ist dem Leistungsniveau dieser Schüler angepasst.

Das Projekt "Vielfalt lieben - Toleranz leben" wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz"

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Copyright © 2017 Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e.V. Stand: 14.02.2017

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